Május 10-11. Bulgária Törökország

Eine kleine Änderung im Blog: Ab jetzt werden wir unsere Beiträge offline schreiben und als Bild hochladen, so können wir euch auch bei schwacher Internetverbindung auf dem Laufenden halten. Bezüglich der Bildqualität solltet ihr allerdings nicht allzuhohe Erwartungen haben.

Der heutige Tag begann trockener und wärmer, allerdings gab es umso mehr Mücken. Das nasse Gras war nicht so rutschig, wie wir das befürchtet hatten. Schnell packten wir die 100 km bis Varna, dort kauften wir Wasser und Obst und fuhrlen los, Richtung Schwarzes Meer, wo wir zu Mittag essen wollten. Am Strand probierten wir den tiefen Sand aus und wir schafften das diesmal, ohne die Rettung gerufen haben zu müssen, wie beim Training.

Im Gasthaus wollte man uns zuerst nicht bedienen, da wir nur Euro dabei hatten, die Kellnerin sah jedoch bald ein, das das auch für sie ein gutes Geschäft ist.

Während wir zu Mittag aßen, schickte uns Hajni (die Freundin von Gabor) eine Nachricht, dass sie das Blog von Balázs Nemeskéri gelesen hatte und dass es möglich wäre, ihn in der Türkei zu treffen. Wir rechneten schnell nach und merkten, dass wir Gas geben müssen, um zum vereinbarten Termin am vereinbarten Ort sein zu können. Und dann passierte es… Bei diesem Durcheinander ging Parduc (Panther), das Maskottchen von Hunomad, verloren

Denkt der Durchschnittsmensch an Bulgarien, ist sicher nicht die gute Qualität der Straßen das Erste, was ihm einfällt… Umso mehr waren wir überrascht, dass wir bis zur türkischen Grenze eine ganz tolle und gemütliche Fahrt hatten.

An der Grenze ist alles gut gelaufen, bis es sich herausstellte, dass Ervin die grüne Versicherungskarte etwas früher beantragt hatte und seine Einzahlung noch nicht im System verbucht war. Zu Hause fiel ihm nicht auf, dass die Daten nicht passten. Um 230 Euro hätte er eine türkische Versicherung für 3 Monate bekommen, also es war kein Wunder, dass er sofort zu telefonieren anfing. Zwanzig Minuten später kam richtige Versicherung per Mail, das die netten türkischen Zollbeamten um 40 Euro ausgedruckt haben.

20 Minuten später waren wir schon wieder auf dem Weg – aber auf was für einem Weg! Es war der Himmel für Motorradfahrer: hervorragender Asphalt, 2x2 Spuren, lange Kurven und kein Verkehr. In den Bergen trafen wir auf 30 km lediglich einen Traktor und ein Auto. Unsere Maschinen waren für diese Strecken eher schwach, also wir konnten auch die Gegend bewundern.

Um Fotos zu machen hatten wir keine Zeit, weil Balázs währendessen eine Unterkunft gefunden hat und wir noch 70 km vor uns hatten, es ging aber recht schnell.

Das Hotel schaute eher protzig aus, war aber günstig. Nach einer Dusche verbrachten wir einen langen Abend mit Balázs, der auf dem Weg nach Wladivostok ist. Wir verglichen unsere Routen und stellten fest, dass wir uns bos Volvograd rein theoretisch noch treffen könnten. Wir gingen recht spät ins Bett, weil wir auch noch an unserem Blog arbeiteten.

Wir versuchen jetzt so viele Kilometer wie möglich zu sammeln, dass wir zwischen dem Aralsee und der turkmenischen Grenze noch Reserven haben. Diese Strecke wird schwer zu meistern sein.

Nach dem Frühstück mit Balázs fuhren wir relativ schnell nach Istanbul los, zu der turkmenischen Botschaft. Während der Fahrt kamen wir darauf, dass die Verkehrsregeln in der Türkei eher nur als Empfehlung und nicht als Pflicht wahrgenommen werden

Ervin hatte ein wenig Bedenken, wegen Istanbul, aber letztendlich sind wir an unserem ziel angekommen. Unser erstes Problem war bei der Botschaft – die Öffnungszeiten werden ebenfalls so locker eingehalten wie die Verkehrsregeln. Wir sollen am nächsten Tag zurückkommen – hieß es.

Da wir an diesem Tag sowieso nur Blogeinträge schreiben wollten, begannen wir mit der Herbergsuche. Wir brauchten eine günstige Unterkunft in der Nähe, möglichst mit schneller Internetverbindung. Die letzten zwei Kriterien wurden erfüllt.

Jetzt schauen wir vom 22. Stockwerk herunter: auf die Stadt und auf den Flughafen. Billig ist es nicht, aber das ist das wenigste, was wir tun können, um euch an unseren Abenteuern teilhaben lassen zu können.

Auch unsere Motorräder hatten einen so exklusiven Platz wie lange nicht mehr.

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